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Cornelia Kempf
Morituri - Die Todgeweihten
Historischer Roman

© 2005, KaMeRu Verlag
ISBN 3-906739-05-8

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Rom. Die ewige Stadt am Tiber, Mittelpunkt des mächtigen Imperiums, im Jahre 94 nach Christus.

Gaius Octavius Pulcher, Besitzer einer der angesehensten Gladiatorenschulen, entdeckt auf dem Forum die junge Sklavin Anea. Ihr kämpferischer Stolz verleitet ihn zu einem aufsehenerregenden wie gefährlichen Plan: Er lässt Anea von Craton, seinem erfolgreichsten Kämpfer, zu einer Gladiatoria ausbilden. Zunächst nur widerwillig nimmt sich Craton ihrer an, erkennt aber schon bald ihren unbändigen Lebenshunger und Mut.

Mit Geschicklichkeit und Charisma erobert Anea die Gunst der Römer, die sie bald als Amazon feiern. Obwohl nun Idol und Attraktion des Kolosseums, steht sie dennoch im Schatten ihres Lehrers Craton.

Anea lernt nicht nur die grausame und gnadenlose Welt der Gladiatoren kennen, sondern auch die Intrigen der Patrizier, die Gaius Octavius bedrohen. Besonders die schöne Flavia Pompeia, die Geliebte des Kaisers, durchkreuzt mit ihren Machtspielen seine Pläne.

Als eines Tages Senator Tiberanius heimtückisch ermordet wird und Craton, der Tat beschuldigt, in den dunklen Verliesen Roms verschwindet, bangt nicht nur Gaius Octavius um das Leben seines besten und treuesten Mannes ...

Ein fulminantes, farbenfrohes Spektakel um Macht und Liebe, Freundschaft und Verrat, das den Leser in die Zeit der Gladiatoren und Cäsaren eintauchen lässt.

Rezensionen
"Ein spannendes und hervorragend recherchiertes Bild über das Rom der Gladiatoren, geschrieben von einer vielversprechenden Autorin. Eine packende Geschichte über die Liebe und das Überleben. Cornelia Kempfs Roman ist so faszinierend, daß ich ihn ohne Unterbrechung fertig lesen musste. Ich freue mich schon auf den Hollywood Blockbuster!"

Alex Ross, rossWWmedia Corp.,
Los Angeles, www.writemovies.com

"In diesem brillant erzählten und recherchierten Roman aufersteht die Welt der Gladiatoren aufs Neue. Einfach ein phantastisches Buch, packend und farbig geschrieben! In Cornelia Kempf wächst den angesessenen AutorInnen des historischen Genres eine ernsthafte Konkurrenz heran."

Valerie Ann Moser

Leseprobe
"Nun, Römer, kommen wir zum Schmuckstück meiner Auswahl", erschall Rufius’ Stimme über den Platz, da er befürchtete, noch mehr seiner Kunden zu verlieren. "Ein ungeschliffener Edelstein aus dem Norden!"

Die beiden Männer wandten sich schon zum Gehen, als Gaius’ Neugierde erneut entfacht wurde. Rufius ließ eine Frau auf die Bühne bringen, deren braunes Haar ihn an Honig denken ließ, der aus den tiefen Wäldern Germaniens stammte und zu einem horrenden Preis auf den Märkten verkauft wurde. Sie strahlte die elegante Wildheit eines Raubtiers aus, ihre grünen Augen erinnerten an eine Katze: geheimnisvoll, wie warnend vor der schlummernden Gefahr. Der Lupanarbetreiber spitzte gierig seine Lippen. Er witterte eine gute Stute für sein Geschäft.

"Sie ist keine gewöhnliche Sklavin." Rufius deutete auf seine Ware. Gaius glaubte zu erkennen, wie nervös er plötzlich wurde. "Ein Juwel aus dem Norden des Reiches, das …"

"Miststück", dröhnte es unerwartet in den hinteren Reihen, ein Krug ging zu Bruch, und unvermutet zog Titius wieder alle Aufmerksamkeit auf sich. Das Mädchen hatte ihn in die Hand gebissen, sich losgerissen und rannte geradewegs zu Rufius zurück. Tollpatschig stolperte Titius ihr hinterher. Unruhe brach aus.

"Anea", schrie das Mädchen lauthals. "Anea!"

Die junge Frau wandte sich ihr augenblicklich zu.

Noch bevor das Kind gänzlich entwischen konnte, hatte es einer von Rufius’ Leuten gepackt. Wütend, mit aller Kraft schlug das Mädchen auf ihren Fänger ein und versetzte ihm einige schmerzhafte Tritte.

"Lass sie los, oder du bist tot!" fauchte die Sklavin den Mann, der die Kleine festhielt, aufgebracht an. In ihren Augen blitzte es furchtlos. Mit unglaublicher Gewandtheit riss sich die Frau von Rufius los und schlug einem seiner Männer, der sich ihr in den Weg stellen wollte, mit einer solchen Wucht ins Gesicht, dass dessen Nase brach. Das Blut des Verletzten verzückte einige der Umstehenden, und sein Fluchen lockte noch mehr Neugierige an. Eine Schar von Schaulustigen umdrängte nun Rufius’ Stand, um am Tumult teilzuhaben.

Cornelia Kempf wurde 1970 in Augsburg/Bayern geboren, publizierte bisher vor allem in Zeitschriften und Anthologien. Nach der Schulzeit und langer Ausbildung arbeitet sie heute als selbständige IT-Systemspezialistin. Ihre grosse Leidenschaft zur Geschichte öffnete ihr den Weg zur Schriftstellerei.

1996 begann sie mit den Recherchen zum Roman "Morituri". Die Antike und das Mittelalter sind ihre Leidenschaft. Heute lebt und schreibt sie in der Nähe von Königsbrunn. 2006 wurde ihr der Kulturanerkennungspreis der Stadt Königsbrunn (D) verliehen.

Weitere Titel:
Die Gärten von Damaskus, 2006
Die Vestalin, 2009
Der Löwe des Kaisers, 2009


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