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Neuauflage

Katarina Madovcik, Ruben M. Mullis
Die 25. Stunde
Russlandkrimi

© 2012 KaMeRu Verlag
ISBN 978-3-906739-65-1

Der erste Fall von Chefinspektor Nikita Andrejewitsch Morosow erschien 2000 im KaMeRu Verlag (roter Umschlag, vergriffen) und 2003 im Scherz-Verlag, Bern (blauer Umschlag, Taschenbuch Nr. 1906, ebenfalls vergriffen). Anlässlich des 10-jährigen Verlagsjubiläums ist eine Neuauflage dieses Russlandkrimis erschienen.

Rezensionen

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Nikita A. Morosow, Chefinspektor der Moskauer Miliz, ist ein zynischer Einzelgänger. Im Privatleben gescheitert, vom neuen Russland enttäuscht, von der zunehmenden Kriminalität überfordert, ist der Wodka sein bester Freund. Die Untersuchung einiger Morde an jungen Frauen wäre für ihn Routine, wäre nicht eines der Opfer die Tochter eines hochrangigen Generals. Als sich der KGB in die Ermittlungen einschaltet, beginnt Morosow zu ahnen, dass es um mehr als eine einfache Mordserie geht.

Rezensionen
"West und Ost in unheiliger Allianz (...) Die Ikone Russland, die Madovcik und Mullis ausstellen, ist russgeschwärzt, verwittert, zerbrochen. Trotzdem ist sie das Element, das dem ersten Buch des KaMeRu Verlages (...) das gewisse Etwas verleiht."

Neue Zürcher Zeitung

"Kühl bis an das heisse Herz. Geschrieben in der Schweiz und von internationalem Format: der Russland-Thriller "Die 25. Stunde". Ein professionell geschriebener Reisser ohne Flucht in philosophische Exkurse, überdrehte Gags oder sonstige Schnörkel. Kein Wunder, dass das Buch wie übersetzt wirkt: ein Unterhaltungsroman auf internationalem Standard. Und das ist in der Schweiz selten wie ein Diamant."

WoZ - Wochenzeitung

"Ein süffiger Roman."

Neue Luzerner Zeitung

"Ein Buch, das gnadenlos die Verhältnisse im heutigen Russland ausleuchtet (...) Auffallend und für einen Krimi durchaus nicht selbstverständlich ist die differenzierte und gepflegte Sprache, welche die Lektüre trotz der Härte des Geschehens zum Genuss macht."

Affolter Anzeiger

"Den AutorInnen gelingt es immer wieder in kurzen Bildern etwa verlassene Industrielandschaften so zu schildern, dass der wirtschaftliche Niedergang mit wenigen Worten fühlbar wird. Kurze, fast stichwortartige Lebensläufe von neuen Personen erklären ihre Funktion einleuchtend, machen rasch klar, warum sie so und nicht anders handeln."

P.S.-Zeitung, Zürich

"Ein atmosphärisch starker Roman - eine echte Entdeckung."

Orell Füssli Buchhandlung

"Dem Autorenduo Katarina Madovcik und Ruben M. Mullis gelingt es hervorragend, jene bedrohliche Atmosphäre zu schaffen, in der es den Leser genauso friert wie Morosow im verschneiten Moskau."

Metropol

"Ein Reisser mit Sex, Crime und atemberaubendem Tempo, erschreckend identisch in der atmosphärischen Dichte, der Beschreibung des heutigen Russlands und der gekonnten Charakterzeichnung. Unglaublich, dass dieses Buch von zwei Westlern geschrieben wurde."

Literaturnaja gazeta; Anatolij Kuznetsov

"Wer sich einen spannenden und leicht lesbaren Krimi, der jederzeit als Vorlage zu einem Kino-Thriller dienen könnte (...) und dessen Handlung in bester Thrillermanier auch aus der Feder eines John LeCarré hätte stammen können (...), dem sei der Kauf bestens empfohlen."

Sarganserländer

"... Die 25. Stunde kann sich erstaunlich gut neben anderen in Russland spielenden Romanen nichtrussischer Autoren behaupten, man denke an die Arkadij-Renko-Serie von Martin Cruz Smith."

Lexikon der Kriminalliteratur, Klaus-Peter Walter

Leseprobe
Die Tatsache, dass eine schöne Frau den leblosen Körper einer anderen schönen Frau zu sezieren hat, kommt Morosow plötzlich absurd vor.

"Man hat nichts gefunden, das wirklich genaue Auskunft über die Art der Waffe geben könnte", sagt Lenskaja und fügt hinzu: "Ich nehme aber an, Sie kennen sich auf diesem Gebiet aus."

Morosows Antwort steht in keinem Zusammenhang mit ihrem Gespräch, als er sagt: "Und ich nehme an, Sie kennen ihn."

Er weiss selbst nicht, ob es eine Frage oder eine Feststellung ist. Lenskaja hebt überrascht den Kopf. "Wen?"

"KGB-Oberst Kononenko."

"Beobachten Sie mich?"

"Ich beobachte jeden. Es ist mein Beruf, wie Sie wissen."

"Ihr Interesse an mir ist richtig herzerwärmend." Lenskaja versucht nicht, ihre abschätzige Ironie zu verbergen. "Es geht Sie aber trotzdem nichts an, wen ich kenne und wen nicht."

Sie sieht auf die grosse Wanduhr, die schon vor Tagen stehen geblieben ist, und verschränkt die Arme vor ihrer Brust.

Ihr Interesse an Russland und die Liebe zur Literatur, speziell zu Kriminalgeschichten und historischen Romanen, führten das Schriftstellerpaar Katarina Madovcik (*1952) und Ruben M. Mullis (*1965) zusammen.

Die Germanistin und Psychologin und der Slawist und Osteuropahistoriker haben in ihrem ersten gemeinsamen Roman die sympathische Figur des Moskauer Chefinspektors Nikita Andrejewitsch Morosow geschaffen, eines einsamen Kämpfers und eigenwilligen Helden, der im Russland der Neuzeit seine Fälle löst.

Das Autoren- und Verlegerduo lebt in Zürich.

Weitere Titel:
Der Tod ist der Hirte, Russlandkrimi. Morosow's zweiter Fall


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