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Gabriela Kasperskis erster Kriminalroman Die gefallene Schneekönigin, Judith Sixels Erstlingswerk Die Sucherinnen und Christina Casanovas zweiter Kriminalroman Der Bund liegen vor.
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Wir haben die traurige Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass unser Autor Peter Kunze im Oktober 2011 verstorben ist. Unser tiefes Mitgefühl gehört seinen Angehörigen. In memoriam Peter Kunze unter www.buddhabaer.com.
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Neue Autorinnen und Autoren und Neuauflagen erfolgreicher Titel - zu entdecken im KaMeRu-Frühjahrsprogramm (pdf) >>>

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Nachgefragt - eine lose Reihe von Interviews mit Autorinnen und Autoren aus dem KaMeRu Verlag. Krimiautorin Christina Casanova wagt den Auftakt.

Ihr dritter Roman "Die Entscheidung" beginnt mit der Frage: "Was treibt ihn um?". Was treibt Christina Casanova als Autorin und als Menschen um?
Gemeinheiten treiben mich um. Dinge, die politisch inkorrekt laufen. Abgesehen davon, treibe ich mich selbst immer wieder um. Zum Beispiel, wenn ich bis spät in die Morgenstunden am Notebook sitze und meine Gedanken in die Tasten haue, die Zeit vergesse und dann am nächsten Morgen verschlafe. Solche Tage treiben mich um, dann stehe ich "neben den Schuhen".

Eine Frage, die sich sehr wahrscheinlich jede Autorin und jeder Autor gefallen lassen muss: Wie viel von Ihnen steckt in Ihren literarischen Figuren?
Ja, das ist in der Tat eine Standartfrage! Nirgendwo anders wage ich meine unterschiedlichen Persönlichkeitsanteile so explizit hochzuschrauben oder niederzuschlagen, als in meinen geschriebenen Seiten.

Über welches Thema würden Sie nie schreiben?
Sag niemals nie - das sagte schon 007.

Ihr Lieblingsphilosoph und warum?
Ich liebe Nietzsche, das hat natürlich auch mit Sils Maria und dem Seelein dort oben zu tun und damit, dass ich mit dem Werk Zarathustra bis heute beim Rezensieren von Textpassagen ein Unikum für mich geschaffen habe.

Wie wird man ein guter Mensch?
Durch die Geburt – was immer das heissen mag. Manche gebären sich einmal, andere mehrmals. Natürlich hat dieser Prozess mit Selbstpflege und -hege zu tun.

Risiko oder Sicherheit – was entspricht Ihnen mehr?
Ich sage natürlich gerne, dass ich das Risiko liebe. Müsste ich aber zu den Inuits pilgern, wäre mir das Risiko zu hoch und ich hätte Bedenken, auf dieser Expedition stecken zu bleiben und zu erfrieren.

Schenken Sie Männern Parfüm?
Nein, das mache ich nicht. Vielleicht bin ich da zu klassisch; mein Mann soll mir das Parfum schenken.

Die Eigenschaft, auf die Sie am besten bei sich verzichten könnten?
Das Talent zur Lüge sitzt dem Menschen seit Urzeiten in den Genen. Die Sprache hat geholfen, es zu perfektionieren. Zwar gibt der Mensch zumindest vor, die Wahrheit zu lieben, aber er mag sich nicht immer daran halten. Diese Neigung wohnt auch in mir inne und ich versuche, mich nicht täglich zu belügen.

Zu Beginn des neuen Jahres zieht man gerne Bilanz über das vergangene Jahr. War 2011 für Sie ein "Annus mirabilis" oder eher ein "Annus horribilis"?
Das Jahr 2011 bleibt mir in guter Erinnerung, sogar in sehr guter: Ich habe meinen ärgsten Feind nicht um die Ecke gebracht, habe nicht an der Börse verloren, habe kein Gramm zugenommen und habe mir bisweilen des Abends gerne ein Glas Rotwein gegönnt.

Wer oder was wird für Sie 2012 besonders wichtig werden?
Ich wage es, als dreiundfünfzigjährige Blondine am New Yorker Marathon im November 2012 teilzunehmen.

Das Interview wurde im Januar 2012 durchgeführt.


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